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Gesunde Ernährung, Säure-Basen Haushalt, Nahrungsergänzung

Ernährung bei Panikattacken

Der Darm wird auch das Bauchhirn genannt, weil er ebenso viele Nervenzellen enthält und erwiesener Maßen einen sehr großen Einfluss darauf hat, wie wir uns fühlen - auch wenn wir es nicht direkt merken. Die stärkste 'Datenleitung' in unserem Körper geht vom Darm zum Gehirn und wird zu 90% nur in dieser Richtung genutzt. 

Diese enorme Mange an Daten, die er ans Gehirn schickt, wird - Gott sei Dank - in unterbewussten Hirnregionen verarbeitet. Wir könnten uns sonst wohl kaum noch auf etwas andres konzentrieren.

Das heißt aber nichts anderes, als dass das meiste, was wir als Stimmungsschwankung wahrnehmen, auch davon beeinflusst wird, wie wohl sich unser Darm fühlt. Damit es ihm gut geht, braucht er vor allem zwei Dinge: einen ausgeglichenen Säure-Basen Haushalt und viele Ballaststoffe.

Säure-Basen Haushalt

Panikattacken sind wie Depressionen und Diabetes Zivilisationserkrankungen. Wir konsumieren gedankenlos Fleisch, das wir mit zuckriger Limonade und Alkohol in allen Farben hinunter spülen. Wir übersäuern unseren Körper und versorgen ihn mit zu wenig vollwertiger Kost.

  • Fleisch, Zucker und Alkohol sind starke Säurebildner und sollten so wenig wie möglich konsumiert werden. Ungünstig ist auch Weißmehl (im Gegensatz zu Vollkornprodukten) und Milchprodukte. Denke dabei auch an die vielen Produkte in denen diese Säurebildner enthalten sind, wie Wurst, Softdrinks, Gebäck etc.
  • Ein Mangel an basischen Mineralien führt in unserem Körper zu einem Kreislauf an unangenehmen Symptomen. Fehlt unserem Körper insbesondere Magnesium, reagieren wir empfindlicher auf Stress, sind schneller gereizt und verspannt. Diese Symptome verstärken sich leicht selbst und können zu Wut, Angst, Verwirrtheit, Zucken im Gesicht, Schlaflosigkeit, Nervosität, innerer Unruhe, Herzrasen und Erschöpfung führen.
    Es ist daher empfehlenswert, Magnesium-Präparate (optimal absorbierbar: Magnesiumcitrat) einzunehmen.
  • Gemüse, Obst und Nüsse sowie Mineralwasser und (ungesüßte) Tees sind basische Lebensmittel und tragen dazu bei, dass dein Säure-Basen Haushalt ausgeglichen bleibt.


Ballaststoffe

Die gesundheitlichen Vorteile durch den reichlichen Verzehr von Ballaststoffen ist lang: geringers Darmkrebsrisko, ausgeglichenere Cholesterin- und Blutzuckerspiegel und damit einher gehend viele weitere positive Wirkungen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich 30g Ballaststoffe.

Obst und Gemüse sind nicht nur aufgrund der basischen Verstoffwechselung gesund, sondern auch, weil Sie viele Ballaststoffe enthalten. Gönne dir täglich mindestens eine große Portion davon. Bedenke: je frischer, vollständiger (Vollkorn, Apfel mit Schale) und je weniger verarbeitet (Rohkost statt Fertiggericht) das Lebensmittel ist, umso besser.


Blutzuckerspiegel

Empfehlenswert ist es auch darauf zu achten, regelmäßig zu essen, damit der Blutzuckerspiegel keine extremen Hochs und Tiefs durchmacht. Besonders die Tiefs fühlen sich für den (wenigstens vorübergehend) Übersensiblen durch die leichte Schwäche und Zittrigkeit schnell wie die Vorboten einen Panik an und können damit dazu beitragen, eine Panikattacke anzustoßen. 

Vermeide große Mengen Zucker, also nicht nur die halbe Tüte Gummibärchen, sondern auch den halben Liter Cola, weil diese einen starken Anstieg des Blutzuckerspiegels bewirken, womit der Körper mit heftiger Insulinproduktion reagiert, die den Blutzuckerspiegel auch sehr schnell wieder in den Keller fahren lässt. Genau dieses steile Auf und Ab wollen wir vermeiden.



Nahrungsergänzung

Serotonin

Serotonin, auch das "Wohlfühlhormon" genannt, hat ganz maßgeblichen Einfluss darauf, ob wir die Welt als einen sicheren, interessanten oder als einen gefährlichen und furchteinflößenden Platz erleben. Menschen mit Panikattacken oder Depressionen haben erwiesener Maßen einen niedrigen Serotoninspiegel und sind daher anfälliger für Angst und negative Gedanken. 

Allerdings ist das mit dem Serotoninspiegel recht kompliziert: es kann nicht einfach als Nahrungsergänzung eingenommen werden, weil es aufgrund der Blut/Hirnschranke im Gehirn selbst herstellt werden muss. 

Der Körper baut dabei aus  L-Tryptophan mit dem Zwischenschritt über 5-Hydroxytryptophan sein eigenes Serotonin. Eben jenes 5-Hydroxytryptophan lässt sich als Nahrungseränzung rezeptfrei erwerben. Damit wäre gewährleistet, dass dem Gehirn die notwendigen Aminosäuren für die Serotoninsynthese zur Verfügung stehen. 5-Hydroxytryptophan (oder 5-HTP) klingt chemisch, wird aber aus der afrikatischen Schwarzbohne (Griffonia) gewonnen, die die höchste Konzentration davon aufweist. Es ist also ein Naturprodukt, hat praktisch keine Nebenwirkungen und viele haben damit gute Erfahrungen gemacht. 

Mehr Informationen zu diesem wichtigen Thema findest du im weiterführenden Artikel: Serotonin und Panikattacken


Omega-3 Fettsäuren

Omega-3 Fettsäuren sind mittlerweile jedem geläufig als "das gesunde Fett". Es ist sehr eindrucksvoll belegt, wie gesund diese essentielle Fettsäure ist. Das ganze Herz-Kreislaufsystem profitiert immens von ausreichender Versorgung, doch auch das Gehirn benötigt diese Fettsäure dringend, um richtig zu funktionieren. Alle Details findest du im Artikel Omega-3 Fettsäuren gegen Panikattacken

Magnesium

Magnesium hat eine Vielzahl wichtiger Rollen im Körper und gleichzeitig sind wir oft mit diesem essentiellem Stoff unterversorgt. Wikipedia weiß:

 Magnesiummangel löst Ruhelosigkeit, Nervosität, Reizbarkeit, Konzentrationsmangel, Müdigkeit, allgemeines Schwächegefühl, KopfschmerzenHerzrhythmusstörungen und Muskelkrämpfe aus. Es kann auch zum Herzinfarkt kommen.[19] Im Bereich Stoffwechsel und Psyche wird vermutet, dass Magnesiummangel Depression und schizophrene Psychosen verstärkt.

Ausreichend Grund also, Magnesium als Nahrungsergänzung zuzuführen. Rechts findet Ihr einen Link mit dem besten Preis/Leistungs-Verhältnis das ich bisher finden konnte.


Koffein, Alkohol und Drogen

Koffein ist eine allgemein beliebte Volksdroge - ich hoffe was jetzt folgt ist kein zu harter Schlag für dich: Während viele weitgehend beschwerdefrei damit leben können, verursacht es bei anderen oft auch eher auf Dauer und mit steigender Menge, unerwünschte Symptome. Verzichte eine Weile auf Kaffee und beobachte, ob es dir damit besser geht. Wenn du viel Kaffee trinkst, verringere die Menge über eine Woche stetig, weil du sonst Kopfschmerzen vom Entzug bekommst.

Alle psychoaktiven Stoffe, vom Alkohol über Marihuana bis Extacy sorgen für eine chemische Dysbalance im Gehirn, die uns anfälliger macht für Stimmungsschwankungen bis hin zu Panikattacken und sollten daher gemieden werden.



Literatur

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